Grundsätze der Jugendarbeit

Die Grundlage der Jugendarbeit ist das in der Gralsbotschaft vermittelte Wissen der Schöpfungsgesetze, die selbstverständlich auch in der Natur wirksam sind.

In den Erklärungen darüber gibt es in dem Buch „Im Lichte der Wahrheit“ einige Hinweise für Eltern, Lehrer und Erzieher, auf welche Weise die Entwicklung der Kinder unterstützt werden kann. Es wird dargelegt, wie die Kinder gefördert und gefordert werden können, so daß sie sich zu verantwortungsbewußten Menschen entwickeln.

Dazu schreibt Abd‑ru‑shin:

„Es ist der Wille Gottes, daß sich der Mensch unbedingt entwickele zu einer eigenen Persönlichkeit, mit ausgeprägtestem Verantwortungsbewußtsein für sein Denken, Wollen und sein Tun!

Die Betreuung und die Angebote der Jugendarbeit richten sich nach den Entwicklungsphasen der Kinder, bei denen das Naturerleben im Vordergrund steht. Diese Zusammenhänge beschreibt der Verfasser der Gralsbotschaft mehrfach:

„Die Wasser, Berge, Wälder, Wiesen, Blumen, und dann auch die Tiere werden jedem Kind vertraut, und es wird fest verankert in der Welt, die für sein Erdensein das Wirkungsfeld ihm bieten soll. Das Kind steht dann ganz fest und voll bewußt in der Natur, in allem wesenhaften Wirken, verständnisvoll, damit wohlausgerüstet und bereit, mit seinem Geiste nun zu wirken, auch alles das, was um es her ist wie ein großer Garten, noch zu heben und zu fördern! Nur so kann es ein wahrer Gärtner in der Schöpfung werden.“

Daher spricht die Gestaltung der Jugendfreizeiten innerhalb der Gralsbewegung die Kinder vor allem über die Natur an. Der Umgang mit Tieren und Pflanzen wird ebenso gesucht wie das Kennenlernen der Elemente Feuer, Erde, Wasser und Luft. Diese den Kindern auf eine kindgerechte Art näherzubringen, ist ein wesentlicher Bestandteil des Programms der Jugendarbeit. Die Kinder sollen die Möglichkeit bekommen, die bestehenden Gesetzmäßigkeiten, die sich in jeder Blume, jedem Baum oder Gewässer beobachten lassen, auf ihre Weise zu erfahren. Dieser Bezug zur Natur ist die Voraussetzung für einen späteren verantwortungsvollen Umgang mit der Umwelt.

Das Wahrnehmen der Natur und der Austausch mit der Umwelt finden über unsere Sinne statt. Eine gute Ausbildung und die Förderung der Sinne (Sehen, Hören, Riechen, Schmecken, Tasten und das Gleichgewicht) sind von großer Bedeutung, weil darüber jeder Mensch bewußt in der Schöpfung wirken kann.

Bei der Auswahl der Inhalte und Tätigkeiten in den verschiedenen Jugendfreizeiten wird dies stets berücksichtigt, und alle Sinne werden angesprochen.

In jedem Programm gibt es die Abwechslung zwischen körperlicher Betätigung, wie z. B. Reiten, Kanufahren oder Klettern, und kreativen Tätigkeiten, wie Filzen, Malen, Gestalten oder Theaterspielen.

Dazu steht in der Gralsbotschaft:

„Dem Kinde sollt Ihr bis zu seiner Reife nur das Werkzeug richten, das es für sein Erdenleben braucht, sonst nichts. Also den Erdenkörper mit allen seinen grobstofflichen Einrichtungen.“

Mit zunehmendem Alter entwickeln die Kinder nach und nach mehr Verantwortungsbewußtsein und lernen, Eigenverantwortung für ihr Handeln zu übernehmen. Zur Förderung dessen werden allen Teilnehmern — ihrem Alter entsprechend — Aufgaben und Zuständigkeiten im Tagesablauf einer Jugendfreizeit zugeteilt. Diese reichen vom Decken des Tisches für die gemeinsamen Mahlzeiten, dem Geschirrspüldienst bis hin zur Leitung einzelner Spielabläufe.

Ein weiterer wichtiger Grundsatz unserer Jugendarbeit ist die Vermittlung von Werten. Ehrlichkeit, Verläßlichkeit, Hilfsbereitschaft, Rücksichtnahme sind nur einige davon. Die Bedeutung dieser Werte soll den Kindern und Jugendlichen bewußt werden. Dies geschieht durch die Grundregeln, die für jedes Treffen zu Beginn besprochen werden, durch die Vorbildfunktion der Begleiter und auch durch die besondere Atmosphäre, die in den Jugendfreizeiten vorherrscht.

In der Gralsbotschaft kann man dazu lesen:

„Im Weltall wirkt ein ewiges Gesetz: daß nur im Geben auch empfangen werden kann, wenn es um Werte geht, die bleibend sind! Das greift so tief, durchzieht die ganze Schöpfung wie ein Heiliges Vermächtnis ihres Schöpfers. Selbstlos geben, helfen, wo es not tut, und Verständnis haben für das Leid des Nächsten wie für dessen Schwächen, heißt empfangen, weil es der schlichte, wahre Weg zum Höchsten ist!“

Die Jugendarbeit in der Gralsbewegung wird getragen von einer Gruppe ehrenamtlicher Helfer, die Veranstaltungen für unterschiedliche Altersgruppen an verschiedenen Orten organisieren und durchführen. Die Betreuer und Helfer beschäftigen sich regelmäßig mit wesentlichen Themen und Fragen rund um die Erziehung und Förderung der Jugend und erarbeiten diese in gesonderten Arbeitstreffen.